Philadelphia ist nach einem weiteren beeindruckenden Sieg mit einer Bilanz von 8:1 in die Saison gestartet. LeBron James warnt trotzdem davor, schon von Meisterschaftsträumen zu sprechen, obwohl ein solcher Start für ein Team mit James häufig viel bedeutet.

Die letzten fünf Male, als James mit mindestens 7:1 in eine Saison gestartet ist, hat sein Team die NBA-Finals erreicht.

„Es ist viel zu früh, um am 4. November über die Finals und Ähnliches zu sprechen“, sagte James, nachdem die Sixers die Detroit Pistons am Mittwochabend mit 112:106 besiegt hatten. „Wir werden einfach weiter daran arbeiten, was wir erreichen wollen. … Wir haben ein gutes Team. Die Jungs verstehen sich, sie mögen einander und verbringen gern Zeit miteinander.“

Mit dem Sieg über Detroit revanchierte sich Philadelphia für die einzige Niederlage der Saison. Stark war vor allem Jaylen Brown, der mit saisonal bestwerten 30 Punkten eines seiner besten Spiele für die Sixers machte und mit einem spielentscheidenden Block gegen Pistons-Spielmacher Cade Cunningham glänzte. Joel Embiid kam auf 26 Punkte und 15 Rebounds.

Auch Sixers-Trainer Nick Nurse teilte die Haltung von James.

LeBrons starke Starts

James hat eine starke Bilanz, wenn seine Teams gleich zu Beginn der Saison hervorragend loslegen. In den fünf Spielzeiten, in denen seine Teams mit 7:1 starteten, erreichten sie die NBA-Finals.

„Ich würde nicht zu viel auf die langfristige Perspektive geben, weil es noch früh ist“, sagte er. „Ich habe das Gefühl, dass dies wieder ein Spiel war, in dem wir uns ein Stück weit verbessert haben. … Das Ziel jetzt ist aber, diese guten Phasen auszudehnen und die schwachen Phasen so gering wie möglich zu halten.“

Es ist das erste Mal seit der Saison 2000/01, dem letzten Finals-Auftritt der Sixers, dass das Team auswärts mit 4:0 startet. Zudem ist es das fünfte Mal in den vergangenen 50 Spielzeiten, dass die 76ers auswärts mit mindestens 4:0 begonnen haben. In den vier vorherigen Fällen erreichten sie die NBA-Finals.

„Diese Teams hatten einfach über die ganze Saison hinweg Beständigkeit, und jeden Tag wollten wir besser werden“, sagte James. „Wir wollten keine großen Rückschritte machen. Wie gesagt, so etwas kann im Verlauf eines Marathons passieren, aber wir haben verstanden, was unsere Aufgabe ist, und wir haben einander alle in die Pflicht genommen. Und ich glaube, das sehe ich auch jetzt schon.“

Maxey und Bona im Fokus

Gegen Ende des Siegs gab es bei Tyrese Maxey Grund zur Sorge. Der Spielmacher verletzte sich am rechten kleinen Finger, als er in den letzten Sekunden versuchte, sich aus einer Doppeldeckung zu befreien. In der Kabine untersuchte ein Athletiktrainer der Sixers kurz den geschwollenen Finger.

„Mir geht es gut“, sagte Maxey, als ein Reporter auf die Schwellung hinwies. „Ihr würdet mir nicht glauben, wenn ich euch sage, dass mein Finger seit letztem Jahr die ganze Saison über so aussieht. Aber mir geht es gut.“

Auch Adem Bona musste im vierten Viertel vom Feld. Nurse sagte, Bona habe sich eine Nackenverletzung zugezogen. Laut Nurse schien es Bona gut zu gehen, ein offizielles Update soll aber am Donnerstag folgen.

James verbuchte 13 Punkte, 10 Rebounds und 8 Assists. Am Freitag kehrt er an den Ort zurück, an dem seine Karriere begann und er seinen ersten Titel gewann: Die Sixers spielen bei den Cleveland Cavaliers.

„Wir wissen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben“, sagte James.

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